Philosophy Slam – das Konzept

Unsere Konzeption von Philosophy Slams zielt darauf, erstens mit Studierenden die Möglichkeiten einer angemessenen Kommunikation philosophischer Inhalte zu erkunden, zweitens Verfahren zu erproben, die eine Brücke zwischen der (akademischen) Philosophie und der interessierten Öffentlichkeit schlagen, und drittens in Kurzvorträgen ein Publikum für Ideen und Weisen des Philosophierens zu gewinnen. Auf unterschiedliche Weise soll auch gezeigt werden, welchen Beitrag Philosophie zur Beantwortung der Fragen unserer Zeit leisten kann.

Ein wichtiger Grund für unser Vorhaben ist die Beobachtung, dass es einerseits zu wenig Möglichkeiten der öffentlichen Präsentation und Diskussion genuin philosophischer Forschung gibt, andererseits aber ein lebhaftes Interesse an Philosophie im erweiterten Sinne zu verzeichnen ist. Vielleicht bedarf es nur einer geeigneten Bühne, damit die vermeintlich unzugänglichen Fachpublikationen und die philosophischen Laien sich nicht länger fremd gegenüber stehen.

Im Gegensatz zu anderen Slam-Formaten sollen hier nicht Poesie, Witz oder Nonsens im Vordergrund stehen, sondern das, was Philosophie für die Öffentlichkeit bedeutsam macht. In unserem Slam treten deshalb auch unterschiedliche Bewertungskriterien für Philosophie gegeneinander an: Schlüssigkeit, Gelehrsamkeit, Originalität, Ideenreichtum, Nachvollziehbarkeit, Konsistenz, Relevanz, Wagnis oder – Weisheit….

Unser  „Philosophy Slam“, der in Kooperation mit dem Schauspielhaus Düsseldorf am 14. Juni 2022 um 19.30 Uhr ausgerichtet wird, lockt das Publikum mit einer philosophischen Sensation, nämlich jungen Denker*innen, die auf zugleich anspruchsvolle und unterhaltsame Weise die fachinterne philosophische Diskussion in die Öffentlichkeit bringen und die Öffentlichkeit am Ringen um das, was philosophisch zählt, beteiligen.

Simone Dietz, Ludger Schwarte